Pleuraerguss
Informationen zur Atemwegserkrankunng Pleuraerguss
Der Pleuraerguss bezeichnet eine abnorme Flüssigkeitsansammlung in der Pleurahöhle. Die Flüssigkeit befindet sich im
Brustkorb zwischen der Lunge und den Rippen. Der Umgangssprachlich verwendete Ausdruck „Wasser in der Lunge“ ist
medizinisch betrachtet vollkommen falsch, es handelt sich vielmehr um „Flüssigkeit um die Lunge herum“.
Generell haben auch gesunde Menschen eine eiweißreiche Flüssigkeit in der Pleurahöhlen, die den Lungenflügeln als
Gleitschicht eine Bewegungsfreiheit beim Ein- und Ausatmen verschafft.
Ein kleiner Pleuraerguss ( diese wird oft vom Patienten selber nicht bemerkt ) ist oft nur ein Symptom und bedarf für
sich selbst genommen keinerlei Therapie. Bei größeren Pleuraergüssen ( > 1 Liter) wird oft eine Entlastung mittels
Pleurapunktion durchgeführt. Handelt es sich um einen stärkeren Erguss, wird meist eine Thoraxdrainage durchgeführt.
Nur in seltenen Fällen kann eine Operation nötig sein, da sich Teile des Ergusses verkapselt haben können. Diese wird
aber minimal invasiv durchgeführt und hinterlässt kaum Narben.